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Originalabschrift der Broschüre des Verkehrsverein um 1930

               

Luftkurort Cransberg im Taunus

Golden strahlt die Sonne nieder auf des Taunus reich Gefild und die Linden blühen wieder und der Duft der Rose quillt.

Wie die Ährenfelder wogen und am Hang die Rebe blüht! Wie ein Sehnen uns jetzt wieder mächtig in den Taunus zieht!

Im Gebirgswald tiefe Stille, nur die Taube girrt im Laub, o, wie da die Brust sich weitet, die beengt der Städte Staub!

O, ihr Berge, Wälder, Fluren und du friedlich stilles Tal. Seid gegrüßt mit euren Quellen! Seid gegrüßt viel tausendmal!

 

Cransberg, unstreitig der landschaftlich schönste Ort des hinteren Taunus, wird nicht umsonst von Wanderern, Erholung, Ruhe und Genesung Suchende immer mehr als Aufenthalt bevorzugt. Das freundliche Dorf, dicht umrahmt von waldbedeckten, steil abfallenden Felsen und Berghängen hat rechten Hochgebirgscharakter. Überragt und beherrscht von der herrlichen Cranichsburg mit ihrem aus frühsten Mittelalter stammenden Bergfried ist es ein Idyll, das weit und breit seines Gleichen sucht.

Die Kuppen der umliegenden Berge und Höhen geben einen überwältigen Blick auf das Taunusgebiet und hinab in die Fluren der Wetterau.

Die sich an das Dorf anschließenden, stundenweiten, herrlichen Taunuswälder bieten dem Naturfreund Stunden der Ruhe und Erholung, die er so bald nicht vergißt. Völlig unbelastet vom Schmutz und Staub der Landstraßen atmet er die frische, reine, ozonreiche Waldluft. Kein Autoverkehr oder Lärm industrieller Anlagen stört die friedliche Stille des Dörnröschens unter den Taunusorten.

Vom steil abfallenden Holzberge grüßt die alterwürdige Marienkapelle ins romantische Usatal. Ihr Inneres birgt als Kleinod ein uraltes Marienbild, das schon im frühen Mittelalter den Strom der frommen Wallfahrer an sich zog.

Hinter der Cranichsburg führt eine Jahrhunderte alte Hainbuchen-Alle hinauf zur Kreuzkapelle, einsam im Walde versteckt. (wie bekannt, ist die Allee die zweitälteste Deutschlands).

Schöne Ausflüge in die Nachbarschaft bringen angenehme Abwechslung in den Kuraufenthalt. in je 30 Minuten sind die Weltbäder Homburg und Nauheim zu erreichen. Fahrten nach dem herrlichen Weiltale und hinauf auf den nahmen Feldberg sind ein Erlebnis von eigenem Reize.

Die klimatischen Vorzüge von Cransberg sind bekannt. Der Kranz von Bergen wehrt rauhen Winden den Eintritt in das reizende Tal. Die sommerliche Hitze wird gemildert durch die weiten Laubwälder und die luftig plätschernden Bergwasser.

Für Unterbringung der Gäste sorgt der Verkehrsverein. Außer den Gasthöfen stehen freundliche Zimmer in Privathäusern zu Verfügung. Pensionspreis 3,50 Mark bis 3,80 Mark bei vier reichhaltigen Mahlzeiten. Keine weiteren Spesen. Großes Schwimmbad zur Verfügung.

Zu erreichen ist Cransberg von Station Usingen und Wehrheim im Taunus in einer Gehstunde. Autos stehen bei billigster Berechnung zu Verfügung.  (Autovermietungen: Fernruf Usingen 412 und 347.) Alle weiteren Auskünfte durch den Verkehrsverein; Fernruf Usingen 384.

Der Verkehrsverein Kransberg e. V. wurde im Jahr 1973 gegründet. Vorsitzender war Willy Hofmann. Hauptzweck des Vereins ist die Entwicklung und Förderung des Fremdenverkehrs, insbesondere die Verschönerung des Stadtbildes durch Schaffung und Erhaltung von Einrichtungen die der Erholung dienen. Leider verstarb Willy Hofmann und auch viele Vereinsmitglieder sind verstorben, diese haben auch vieles aus eigener Tasche bezahlt.